M-Klassen

Geschrieben von Franziska Hruschka.

Der Mittlere-Reife-Zug, fest an der Grund- und Mittelschule Neuendettelsau verankert, ist ein Teil des bayerischen Schulsystems. Das "M" steht für "Mittlere Reife". Der M-Zug wurde an der damaligen Hauptschule Neuendettelsau als Alternative zur damals noch 4-stufigen Realschule im Schuljahr 1999/2000 eingeführt.

Da im Schuljahr 2013/ 14 in der Jahrgangsttufe M 7 keine eigene Klasse gebildet werden konnte, läuft die diesjährige M 7 als M-Kurs. Andererseits ist der M-Zug aber ein aufwachsender Schulzweig, soll heißen: Die Klassenstärken nehmen von Jahrgangsstufe zu Jahrgangstufe zu. In 2014/ 15 rechnen wir damit, eine M10a und eine M10b bilden zu können!

Der M-Zug beginnt in der siebten (M7) und endet in der zehnten Klasse (M10). Er schließt mit der Abschlussprüfung zum Mittleren Schulabschluss ab. Die Inhalte im Lehrplan des M-Zug entsprechen bis zur Jahrgangsstufe 9 denen der Mittelschule, jedoch auf höherem Niveau. Außerdem sollen M-Schüler dazu befähigt werden, komplexere Aufgabenstellungen selbstständig zu lösen, Stichwort erhöhtes Anforderungsniveau. Der eigentliche Realschulstoff wird hauptsächlich in der 9. und 10. Jahrgangsstufe unterrichtet um auch Hauptschülern und Quereinsteigern, die erst später hinzustoßen, die Möglichkeit geben zu können Anschluss zu finden. Schüler, die für sich eine erhöhte Erfolgswahrscheinlichkeit sehen wenn der Unterrichtsstoff des 10. Jahres auf zwei Jahre gestreckt wird, finden auch dieses Schulmodell im Mittelschulverbund Ansbach-Ost in Form der 9+2-Klassen in Wolframs-Eschenbach vor.

Der M-Zug bietet für Schüler deutliche Vorteile: Sie können innerhalb der eigenen Schulart Mittelschule über vier Jahre konsequent auf den Mittleren Schulabschluss vorbereitet werden. Dabei ist der Abschluss aber dem Realschulabschluss gleichwertig und verleiht die gleichen Berechtigungen. Alle Mittleren Bildungsabschlüsse in Bayern sind gleichwertig, aber nicht gleichartig - da sie auf unterschiedliche Arten und Weisen erworben werden.

Der Unterricht im M-Zug legt seinen Schwerpunkt auf Deutsch, Mathematik und Englisch; daneben auf die verstärkte Vorbereitung auf das Wirtschafts- und Arbeitsleben im Rahmen des Faches "Arbeit/Wirtschaft/Technik". Dieses Fach ersetzt seit dem Schuljahr 2011/2012 die bisher getrennten Fächer Arbeitslehre und KTB (Kaufmännisch-Telekommunikationstechnischer-Bereich).

Außer dem nicht notwendigen Wechsel der Schulart können Schüler im M-Zug oftmals in der ihnen vertrauten schulischen Umgebung verbleiben. Viele Schüler profitieren auch vom Klassleiterprinzip da sie Schwierigkeiten haben, sich im 45min-Turnus auf immer neue Lehrkräfte einstellen zu müssen. Zudem kennt niemand seine "Pappenheimer" so gut wie ein Klassenleiter, der daher erheblich intensiver pädagogischer arbeiten kann als seine Kollegen an Real- oder Wirtschaftsschule und so oft ein "Hintenrunterfallen" seiner Schützlinge zu vermeiden vermag.

Überdies ist an der Mittelschule durch die verstärkte Praxis- und Berufsorientierung die Vorbereitung auf die Berufswelt so intensiv wie an kaum einer weiteren Schulart.

Der Mittlere Schulabschluss der Mittelschule berechtigt, wie der Realschulabschluss auch, beispielsweise zum Besuch der Fachoberschule. Außerdem kann die mittlere Beamtenlaufbahn eingeschlagen werden (z. B. mittlerer nichttechnischer Verwaltungsdienst).

Weitere Informationen über die konkrete Umsetzung des M-Zuges erhalten Sie im Sekretariat oder hier als Download.